Ein Ironman verstärkt die Finck-Sieben

29. Dez 2020

Hätte die Saison Anfang November wie geplant begonnen, wären bei den Herren der HR Göllheim/Eisenberg/Asselheim/Kindenheim vier neue Spieler mit von der Partie gewesen. Allerdings verhinderte die zweite Coronawelle dies. Stattdessen heißt es gerade abwarten, wann der Freizeit- und Amateursport wieder freigegeben wird. Bei der HR brennen einige Neuzugänge auf ihre Einsätze.

Rheinpfalz 29.12.2020

Mit seinen 32 Jahren ist er der älteste Neuzugang bei den Nordpfälzer Wölfen – allerdings ein Neuzugang mit einer sportlich beeindruckenden Vita. In die Nordpfalz kam Gunther Hogrefe , weil er in Eisenberg eine Ausbildung zum SOS-Kinderdorfvater macht. „Um Region und Leute kennenzulernen, war ich auf der Suche nach einer Mannschaftssportart“, erzählt der 1,95-Meter-Hüne und erinnert sich an seine Handball-Vergangenheit in der Jugend, wo er bis zum jungen Erwachsenenalter aktiv war. Allerdings blieb er dem Handball nicht treu und wechselte zunächst zum Laufsport, genauer gesagt zum Marathon. Danach suchte Gunther Hogrefe abermals eine neue Herausforderung und fand sie im Triathlon. Die Höhepunkte dabei waren sicherlich die zwei absolvierten Ironmanwettbewerbe mit einer Distanz von jeweils 3,86 Kilometer Schwimmen, 180,2 Kilometer Radfahren und zum Abschluss einen Marathon.

Die nächste Etappe seiner sportlichen Laufbahn lautete Eisschnelllaufen. „Hier wollte ich Profisportler werden und bin nach Bayern gezogen, um dort am Olympiastützpunkt zu trainieren“, erzählt er. Für einen Profisportler Hogrefe hat es nicht ganz gereicht, dafür absolvierte er im Anschluss einige 24-Stunden-Rennradrennen und einen Doppel-Ironman. „In diesem Jahr wollte ich auch noch einen 100-Kilometer-Lauf absolvieren, der aber wegen Corona nicht stattfand“, bedauert der Neuzugang der Wölfe.

Nach einem kurzen Abstecher zum American Football in Mannheim zog es ihn schließlich zur HR, wo er mit seinem sportlichen Ehrgeiz alles daransetzen möchte, auch in dieser Sportart erfolgreich Fuß zu fassen. „Natürlich habe ich gerade, was Bewegungsabläufe angeht, noch Nachholbedarf und muss mich da erst einarbeiten. Umso ärgerlicher ist für mich auch die coronabedingte Pause“, so Hogrefe. Sein neuer Trainer Johannes Finck freut sich auf seinen Neuzugang: „Gunther ist extrem lernwillig und ehrgeizig. Er hat eine sehr gute Einstellung zum Sport, auch wenn ihm etwas die handballerische Erfahrung fehlt. Was Gunther braucht, sind Spiele zum Lernen“, traut Johannes Finck dem Extremsportler einiges zu.

Nach einer etwas längeren Handballpause hat Marcel Sefrin wieder die Lust am Handball entdeckt. Vor seiner Pause war Sefrin bei der SKG Grethen aktiv und möchte nun die Nordpfälzer Wölfe verstärken.

Durch und durch ein Mannschaftssportler Ein weiterer Neuzugang bei der HR ist Felix Kaiser , der im Frühjahr aus beruflichen Gründen nach Hettenleidelheim zog und auf der Suche nach einem Handballverein war. Zuvor war er im Raum München und Erlangen am Ball. Beim Kennenlernen mit seinen neuen Mannschaftskameraden gab es denn gleich auch eine positive Überraschung: „Ein paar von denen kannte ich tatsächlich sogar noch aus Kinder- und Jugendtagen, da ich hier in der Gegend aufgewachsen bin“, berichtet der 29-jährige, dem der Sport und auch der Rest des Wolfsrudels sehr fehlt. „Ich bin durch und durch ein Mannschaftssportler. Mir fehlt besonders auch die soziale Komponente“, bedauert er die Folgen des aktuellen Lockdowns.

Der bisherige Eindruck seines neuen Teams war durchweg positiv: „Das Leistungslevel war sehr ähnlich, und auch menschlich hat das schon gut gepasst“. Wenn es denn wieder losgeht, würde er schon ganz gerne vorne mitspielen: „Der Aufstieg wäre natürlich schon ein Ziel, aber primär sollte der Spaß beim Sport als Ausgleich zum Beruf im Vordergrund stehen“.

Als seine Stärken nennt der Linksaußen, der auch schon mal im Rückraum zum Einsatz kommt, seinen „recht strammen“ Wurf und seine Sprungkraft. „Da ich erst recht spät mit Handball vor acht Jahren begonnen habe, fehlt mir manchmal etwas die Spielintuition“, übt sich der Neuwolf selbstkritisch. Eine weitere Schwäche sei, so Kaiser, dass er sich keine Namen merken könne. Dies könnte bestimmt die ein oder andere Trainingseinheit etwas auflockern.

Michael Hehn, Rheinpfalz vom 29.12.2020

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